Die Top 10 der verrücktesten Thai-Gerichte

Die Thailändische Küche gilt als eine der besten der Welt. Mit Begeisterung essen Europäer hier und zu hause im Thai-Restaurant mit Verzückung Tom Yam Gung, Chicken Cashew Nuts und Pad Thai.

Allerdings gibt es auch eine Menge Thai-Gerichte, bei denen allein schon der Name Ekel hervorruft. Nick Reitmeier, Einkaufschef der Central- und Tops-Supermärkte, hat sich uns als „Lebensmittel-Stuntman“ zur Verfügung gestellt. Bewaffnet mit einem Flachmann Magenbitter hat er Thailands Märkte und Restaurants durchforstet auf der Suche nach den etwas anderen Delikatessen.

Nick Reitmeier (links) mit Cobra

Ameisenpuppen

Ameisen-Eier sind winzig klein, zumeist kaum größer als Salzkörner. Daraus schlüpfen winzige Larven, die heranwachsen und sich schließlich über ein Puppenstadium zu erwachsenen Ameisen entwickeln.

Die eiförmigen weißen Kokons von 4-6 mm Länge, die es in Thailand auf dem Markt zu kaufen gibt, werden häufig missverständlich als „Ameiseneier“ bezeichnet.

In Europa bietet der Zoohandel große Mengen getrockneter oder eingefrorener Ameisenpuppen als Fisch- oder Vogelfutter an.

In Thailand werden sie zum Beispiel in einer „Tom Yam“ – ähnlichen Suppe zubereitet.

Ameisenpuppen

Ameisenpuppen

Nick Reitmeiers Kommentar: „Überraschenderweise gar nicht schlecht. Gekocht in der Suppe haben sie einen leicht limonigen, säuerlichen Geschmack. Unangenehm ist ein bisschen die Konsistenz, die Puppen explodieren im Mund wie eine Traube. Außerdem fand ich es gewöhnungsbedürftig, dass aus einigen aufgeplatztenPuppen mich Ameisenköpfe anschauen.“

Durian

Durian ist eine stachelige Frucht, deren Name vom malaiischen oder indonesischen Wort „duri“, was Stachel oder Dorn bedeutet, stammt. Oft wird sie auch als Stink- oder Käsefrucht bezeichnet. Die Frucht ist etwa kokosnussgroß, von gelb- bis graugrüner Farbe, und trägt etwa 1 cm lange Stacheln. Das Fruchtinnere ist in vier bis sechs Segmente geteilt. Frisch vom Baum ist die Frucht wohlriechend und –schmeckend, sie entwickelt aber innerhalb von wenigen Tagen einen für die meisten Nichtthailänder unerträglichen Geruch und Geschmack. Geschmacksbeschreibungen gehen da von Käse über Kot bis hin zu Verwesung.

Durian Früchte

Durian Früchte

Nick Reitmeiers Kommentar: „Ganz frische junge Früchte gehen. Ich denke mal, entweder man liebt die Durian oder man hasst sie. Mein Geschmack ist sie nicht. Allerdings mag ich sie gerne als getrocknete Chips oder Eiskrem.“

Frosch

Zwar wird auch in Europa Frosch verzehrt – vor allem in der französischen Küche gilt er als Delikatesse – trotzdem ist er für viele ein Nahrungstabu. Auf thailändischen Märkten werden die Frösche meist lebend in Netzen verkauft – ähnlich wie bei uns zu hause die Orangen. Man findet sie aber auch schon fertig geschlachtet.

Frösche (die leben noch!)

Frösche (die leben noch!)

Während man in Europa nur die Froschschenkel verzehrt, werden in der thailändischen Küche Frösche auch im Ganzen und gefüllt serviert.

Nick Reitmeiers Kommentar: „Gut. Nichts auszusetzen. Schmeckt wie Hühnchen.“

Insekten

Insekten sind inzwischen so etwas wie eine Touristenattraktion geworden. Vor allem im Bereich der Sukhumvit und Khao San Road sieht man häufig kleine rollende Verkaufstände um die sich Urlauber drängen. Das Fotomotiv ist so beliebt, dass manche Händler inzwischen 100 Baht fürs Fotografieren verlangen. Nur die wenigsten Neugierigen probieren tatsächlich. Im Angebot sind meist Grashüpfer, Larven, Schaben und Wasserkäfer (die häufig irrtümlich für Kakerlaken gehalten werden). Die Insekten sind frittiert.

Frittierte Heuschrecken

Frittierte Heuschrecken

Nick Reitmeiers Kommentar: „Überrascht war ich vom Grashüpfer. Salzig und chillscharf. Schmeckt so ein bisschen wie eine Salzstange. Das Auge wird halt deutlich abgeschreckt – geschmacklich ist das gar nicht so schlecht. Die Würmer sind ebenfalls knusprig wie Salzgebäck, da ist nix labberiges dabei.“

Tausendjährige Eier

Tausendjährige Eier, Hundertjährige Eier oder Chinesische Eier sind eine Delikatesse der chinesischen Küche.

Zur Herstellung werden rohe Enteneier für etwa drei Monate in einem Brei aus Holzkohle, gebranntem Kalk, Salz und Wasser eingelegt. In dieser Zeit verwandelt sich das Eiweiß in eine gelatinöse, braune Masse, das Eigelb bekommt eine quarkige Konsistenz und verfärbt sich grün. Tausendjährige Eier haben einen käsigen Geschmack und Geruch und sind lange haltbar. Serviert werden sie als Vorspeise oder Snack mit Sojasauce, Essig und Ingwer.

Tausendjähriges Ei

Tausendjähriges Ei

Nick Reitmeiers Kommentar: „Der Geruch ist übelst. Das Aussehen widerlich. Für Europäer echt eklig. Es schmeckt aber immer noch wie Ei. Mit ein bisschen gebratenem Reis und Fishsauce ist es ganz essbar.“

Rinder-Plazenta

Tatsächlich wird auf  Thailands Märkten die Nachgeburt von Kühen angeboten. Für die meisten ist die Vorstellung alleine so etwas zu essen schon extrem ekelerregend. Kühe würden übrigens die Nachgeburt selbst verzehren, wenn man sie ließe, obwohl sie sonst kein Fleisch essen. Ganz besonders nahrhaft soll sie sein. Unser Tester Nick Reitmeier hat sie tapfer in Form einer kräftigen Rinderbrühe mit Einlage probiert.

Rinder-Plazenta

Rinder-Plazenta

Nick Reitmeiers Kommentar: „Komischerweise war das eine der besten Rindfleischsuppen, die ich je hatte. Die Plazenta ist offenbar tatsächlich sehr reichhaltig und so ein guter Grundstock für eine Brühe. Das Fleisch an sich ist kaum essbar, es ist sehr zäh und wie eine Schwarte.“

Qualle

Die beste Nachricht zuerst: Qualle, oder auch Jellyfish, hat absolut keine Kalorien! Qualle ist auch, entgegen aller Vorstellungen, weder glibberig, noch schleimig, noch durchsichtig, ganz im Gegenteil! Qualle wird meist gekocht oder getrocknet verkauft, das Fleisch ist weiß und fest. Nick hat Qualle als Salat probiert. Ähnlich angerichtet, wie der thailändische Meeresfrüchtesalat.

Nick Reitmeiers Kommentar:„Qualle hat sehr gut geschmeckt. Vor der Zubereitung wurde sie mehrfach gewaschen. Im Salat hat sie eine feste gallertartige Konsistenz. Geschmacklich eher auf der säuerlichen Seite“

Schlange

Kobras sind Giftnattern, und kommen in Thailand häufig vor. Das auffälligste Merkmal einer Kobra ist der spreizbare Nackenschild, der in der Drohhaltung ausgebreitet wird. Die Thai-Chinesen glauben daran, dass der Verzehr einer Kobra Stärke und Energie verleiht – vor allem sexuell. Es gilt also als Aphrodisiakum. Unser Tester berichtet allerdings nur unter kulinarischen Gesichtspunkten.

Nick Reitmeiers Kommentar: „Das Fleisch ist gut – es schmeckt wie Hühnchen. Diesmal habe ich es gebraten gegessen, da ist es recht zäh. Ich habe es schon mal in China als Suppe probiert, da hat es mir besser geschmeckt. Durch das Kochen in der Suppe wird das Fleisch schön weich.“

Skorpion

Skorpione gehören zu den Spinnentieren. Übrigens gibt es nur ganz wenige Arten deren Stich für den Menschen tödlich sein kann. Trotzdem muss man sie ja nicht gleich essen, denkt man. Erhältlich sind die Skorpione bei den selben Händlern, die auch Insekten verkaufen. Sie gelten vor allem bei Rucksackreisenden als die ultimative Mutprobe und sind beliebtes Fotomotiv. Die Skorpione sind frittiert und garantiert nicht mehr giftig.

Skorpion als Snack

Skorpion als Snack

Nick Reitmeiers Kommentar: „Skorpione schmecken genauso wie die Insekten – also wie Salzgebäck. Allerdings ist der Panzer relativ stark. Zerbeißt man ihn, hat man lauter scharfe Splitter im Mund, die bleiben überall hängen. Kein positives Erlebnis!“

Pla Ra

Pla Ra ist fermentierter Fisch und besonders im Nordosten Thailands – im Isaan – sehr beliebt. Dort wird es oft dem Som Tam Salat (Papayasalat) beigemischt. Pla Ra wird hergestellt, indem man Fisch, Salz und gerösteten Reis für drei Monate in einem Topf fermentieren lässt. Und ja genau so schmeckt und riecht es auch. Nichts für empfindliche Nasen.

Pla Ra

Pla Ra

Nick Reitmeiers Kommentar: „Der absolute Horror. Das Ekligste was ich je im Mund hatte. Die Soße allein ist vielleicht noch auszuhalten. Allerdings sind die Fischstücke ganz schlimm. Die Konsistenz wie Leder, der Geschmack: pure Verwesung. Katastrophal widerlich!“

Dreharbeiten auf dem Khlong Toey Markt

Dreharbeiten auf dem Khlong Toey Markt

 

Wigald Boning in Bangkok

„Khun Weeegaaa“ oder „Mr. Bonninn“ – die Thailänder haben Schwierigkeiten mit der richtigen Aussprache seines Namens. Und dennoch ist der deutsche Comedystar Wigald Boning in Thailand tatsächlich richtig berühmt. Als „Dr. Megaclever“ kennen ihn viele, auf der Straße schaut man ihn an, Frauen möchten Erinnerungsfotos mit ihm. Seine deutsche Sendung „Clever“ – die SAT1 Wissensshow, die er gemeinsam mit Barbara Eligmann moderiert – läuft nämlich auch im thailändischen Fernsehen, auf thai synchronisiert natürlich. Und weil der blasse deutsche Fernseh-Professor bei den Thais so gut ankommt, hatte ihn die hiesige Produktionsfirma jetzt in 3 weitere Shows als Gast eingeladen.

Boning in Bangkok

Ein Asienerlebnis der besonderen Art für den deutschen Comedian: „Ich kam bei der ersten Show an und es gab eine Produktionsbesprechung – nur auf thai! Bevor irgendwer mir mal irgendwas übersetzen konnte, wurde alles ganz hektisch, ich hörte so was ähnliches wie meinen Namen, das Rotlicht ging an und ich wurde einfach auf die Showbühne geschoben!“ Wigald Boning schüttelt immer noch lachend fassungslos den Kopf, als er mir über seine Erfahrungen im thailändischen Fernsehen erzählt: „In einer anderen Show, in einem Sketch sollte ich einen chinesischen – jaaaa, chinesischen! – Soldaten spielen und immer nur „yes“ sagen! Sie dachten wohl, Hauptsache Ausländer! Als ich aus Quatsch einmal „no“ sagte, schrieben sie ganz ernst „yes“ auf eine Tafel und hielten sie hoch für mich! Kein Witz!“

Thailand Crashkurs

Wigald Boning ist zum ersten Mal in Thailand, zum ersten Mal in Asien. „Das war schon toll, dass ich durch diese Fernsehsendungen gleich einen ganz besonders intensiven Einblick in thailändisches Leben bekam.“ Und ganz besondere kulturelle Lehrstunden. Wie man richtig grüßt im Fernsehen z.B.. Der thailändische Verbeugungsgruß Wai wurde mehrfach geübt mit ihm. „Mein Vorschlag, dass ich als Deutscher Hände schüttele oder nur nicke oder freundlich winke, wurde empört abgewehrt!“ Für einen Auftritt an einem Montag bekam er ein natürlich gelbes T Shirt, er lernte beim Dreh im Tempel, wann und wo man die Schuhe auszieht, dass man keine Witze über den König macht und auch nicht einfach fremde Menschen nach ihrer politischen Meinung fragt.
„Ich finde toll, dass ich so mehr als nur die üblichen großen Sehenswürdigkeiten zu sehen bekam und wahrscheinlich in einer Woche Thailand intensiver erlebt habe als die meisten Touristen beim ersten Mal hier.“
Und so wollte Wigald Boning auch seinen letzten Tag nicht faul am Pool verbringen, sondern nochmal eintauchen ins Bangkoker Leben abseits der Touristenpfade. Und wir durften ihn begleiten auf seinen ungewöhnlichen kulturellen Lehrpfaden durch Bangkok:

Christina Grawe und Wigald Boning

Christina Grawe und Wigald Boning

Lektion 1: Coole Fotos auf thailändische Art

Die Thais lieben Wigald und sie lieben lustige Fotos. Und so wollte auch die thailändische Studentin Gig unbedingt ein Erinnerungsfoto mit „Dr. Megaclever“. Schließlich hatte sie erst neulich in seiner Show gelernt, wie sie Kaugummireste von ihrer Hose entfernen kann. Also Hände hoch – und Foto! „Hände hoch?“ Wigald Boning schaute erstaunt. Aber wer einen Tag lang mal beobachtet, welche Posen Thailänder beim Fotografieren einnehmen, weiß schnell, wie es geht. Gig erklärt es Wigald Boning: „Wenn du als Mädchen auf einem Foto wirklich sexy und niedlich aussehen willst, musst du mit beiden Hände neben dem Kopf ein V-Zeichen machen! Und coole Typen – so wie du – spreizen einfach Zeigefinger und Daumen unterm Kinn!“ „Das ist cool??“ fragt Wigald. „Ja!“ sagt Gig „das hat mal ein cooler Typ in einer Werbung so gemacht und das finden wir thailändischen Frauen total sexy bei Männern!“

Wigald Boning (cool)

Wigald Boning (cool)

Lektion 2: Stinkende Früchte sind nicht immer verdorben.

Der Markt in Bangkoks Slumviertel Khlong Toey ist sicher einer der krassesten Orte für deutsche Touristen. Lebendige Fische zappeln in den Auslagen, auf dem Boden fließt das Blut der eben geschlachteten Kuh, Schweineköpfe türmen sich auf den Tischen neben Fröschen und Schlangen. Frischfleisch und Gemüse neben Billigtextilien. Die Gerüche überlappen sich. Wigald Boning findet´s toll und schaut sich interessiert alles an.

Wigald Boning probiert Durian

Wigald Boning probiert Durian

Eine Marktfrau hält ihm eine riesige Frucht mit Zacken hin und schneidet sie auf für ihn. Ein extrem starker fauliger Geruch schlägt ihm entgegen. Aber nein, das Obst ist nicht verdorben. Der erfahrene Thailandreisende wird es wissen: es ist eine Durian, auch Stinkefrucht genannt. Und erst wenn sie sooo riecht, ist sie wirklich reif und wirklich lecker, sagen die Thais. Der deutsche Komiker glaubt´s und probiert mutig: „Wenn man sich ganz stark darauf konzentriert, den unangenehmen Geruch auszuschalten, dann schmeckt´s gut.“ So ganz gelingt es ihm aber nicht und den Rest der Frucht verschenkt er dann doch lieber.

Lektion 3: Schlangenblut – erst nach 15 Uhr!

Im Thailand-Film „The Beach“ trinkt Leonardo di Caprio ein Glas Schlangenblut. Und der Khlong Toey Market ist berühmt für Kobrablut und Nattercurry. „Ich habe schon mal Schlange gegessen! Ich probiere gerne alles!“ erzählt Wigald Boning. Aber wir suchen vergeblich, die Garküchen am Rande des Marktes verkaufen nur Huhn, Rind, Fisch und Schwein. Wo sind die berühmten Schlangendelikatessen? „Ngu? Schlange? Viel zu früh! Kobrablut gibts nicht vor 15 Uhr!“ erklärt ein Händler. Der Grund: Schlangenblut gemischt mit hochprozentigem Alkohol wird eine enorm aphodisiakische Wirkung nachgesagt und die will der Thailänder normalerweise doch eher abends genießen. Wigald Boning beschließt, auf das tierische Potenzgetränk doch lieber zu verzichten. Aber immerhin – wieder was gelernt!

Lektion 4: Auch Geister schauen gerne fern.

Ein Tempel weit abseits der Touristenziele: in der Sukhumvit Soi 77. Der Mae Nak Schrein im Maha But Tempel. Hier wohnt laut Legende der Geist einer jungen Frau, die Mae Nak hiess. Und der Geist schaut offenbar gerne fern, denn hier im Tempel läuft vor der Statue Mae Naks 24 Stunden lang der Fernseher. Als Wigald Boning dorthin kommt, läuft gerade Thaiboxen. „Ob sie auch meine Sendung mag?“ lacht er und lernt: Gläubige Thailänder opfern gerne praktische Dinge. Und so sieht dieser Schrein eher wie ein Wohnzimmer aus oder ein Geschäft. Es stapeln sich Kleidungsstücke, Schmuck, Kosmetika und Spielzeug für das Kind von Mae Nak. Mae Nak war eine junge Frau, deren Mann in den Krieg zog. In seiner Abwesenheit bekam sie ein Kind und starb dabei. Als der Mann zurück kam, fand er Frau und Kind aber wohlauf vor und merkte lange nicht, dass er mit einem Geist zusammenlebte. Diese alte thailändische Geistergeschichte wurde unzählige Male verfilmt, zuletzt auch als Soaopopera. Seitdem ist der Tempel noch beliebter und seitdem hat man auch Mae Nak einen Fernseher hingestellt. Denn wer maßt sich an zu behaupten, Geister würden nicht auch gerne mal fernsehen! „Wirklich einer der schönsten und interessantesten Orte Bangkoks!“ findet Wigald Boning.

Im Tempel Maha But

Im Tempel Maha But

Lektion 5: Die Zukunft kostet 4 Euro.

Auf dem Gelände rund um den Mae Nak Schrein stehen unzählige Tische mit Wahrsagern. „Das will ich auch mal!“ sagt Wigald Boning. Nach etwas Suchen bringt man ihm auch ein Mädchen herbei, das etwas englisch spricht. Als sie den Mund aufmacht, erschrecken wir kurz: die hübsche junge Frau ist gar keine. Mit tiefer Stimmer erklärt sie/er Wigald dann, wie viele Karten er ziehen soll. 20 Minuten lang werden Karten gemischt, gezogen, ausgelegt. Zu seiner Überraschung werden ihm aber keine mysteriösen Weissagungen gemacht, sondern lebensnahe praktische Tipps verkündet. „Take good care mobile phone!“ übersetzt der Ladyboy.

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Weissagung für Wigald

Verwirrt schaut Wigald hoch „Auf mein Handy aufpassen!? Okay, na klar!“ Für umgerechnet 4 Euro weiss er am Ende des Tages: sein Handy ist in Gefahr, sein Geldbeutel aber nicht. Finanziell werden die nächsten Jahr top sein. Wenn er zu viel arbeitet, wird er krank, sonst aber ist alles in Butter. Ach ja, seine Frau ist wahrscheinlich schwanger, teilt man ihm mit! Kann aber auch ein Übersetzungsfehler der Mädchens sein, das gar keins ist. Wigald Boning will aber am Abend vorsichtshalber doch mal zuhause anrufen und nachfragen – sofern er bis dahin sein Handy noch hat.