Busenwunder durch Brüsteklopfen


Haben Sie schon mal gehört, dass man sich die Brüste groß oder wahlweise auch klein SCHLAGEN lassen kann? Wer große oder kleine Brüste haben möchte oder ein schmaleres und schöneres Gesicht, muss sich nicht mehr unters Messer legen, sondern nur einige Schläge in Kauf nehmen. Eine Thailänderin in Bangkok behauptet das zumindest und ist wohlgemerkt die einzige Frau auf der Welt, die diese Technik beherrscht. Die spinnen, die Thais? Unsere Reporterin Kathrin Rubow hat sich getraut und den Selbsttest gemacht.

Große Brüste durch Klopfen

Große Brüste durch Klopfen

Frau Khemmikka Na Songkha praktiziert seit 25 Jahren. Die Technik hat sie von ihrer Oma erlernt – und ohne Musik geht bei ihr gar nichts: „Damit die Kunden keine Angst haben und den Schmerz vergessen.“ Angeblich sind nur vier Behandlungen im Gesicht á fünfzehn bis zwanzig Minuten notwendig, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Kosten: 720 Euro. Trotz Musik eine schmerzhafte Angelegenheit, so Kathrin.

"Eine schmerzhafte Angelegenheit"

„Eine schmerzhafte Angelegenheit“

Um die Technik zu beherrschen hat die  44-jährige Thailänderin 22 Jahre lang geübt. An Freunden und auch an sich selbst. Khemmikka Na Songkha bildet auch Leute aus, die ihre Kunst weiterführen sollen. Aber nur insgesamt zehn Personen sollen die Kunst des Brust- und Gesichtsklopfens erlernen,  damit der Beruf etwas ganz besonderes bleibt.

Reporterin Kathrin Rubow beim Gesichtsklopfen

Reporterin Kathrin Rubow beim Gesichtsklopfen

Bei der Brusttherapie müssen die Patientinnen nur zwei Tage behandelt werden. Und das auch nur für fünfzehn bis zwanzig Minuten. Die Kosten liegen hier bei ca. 440 Euro. Auch unsere Reporterin hat sich die Brüste klopfen lassen – das Ergebnis: ganze 2,5 cm mehr Brustumfang. Und das nach nur zehn Minuten Behandlung – allerdings: das Ergebnis hielt nur zwei Wochen an.

Dicke Brüste für 2 Wochen

Dicke Brüste für 2 Wochen

 

Die Wunderhände des Hähnchenkochs

Khan Trichan fritiert Hühnchen in seiner Garküche in Nordthailand. Nichts besonderes eigentlich, aber er benutzt weder Schöpflöffel noch Kelle zum Wenden der Hühnchen im heissen Öl, er frittiert mit bloßen Händen. Über 500 Grad heißes Öl, aber Khan Trichan hat weder Schmerzen noch Brandblasen, wenn er in den Wok fasst!
Durch Zufall entdeckte er die Besonderheit vor einigen Jahren. Er stand am Wok, als ein Eichhörnchen eine Mango in den heissen Öltopf fallen liess. Khan Trichan wurde regelrecht geduscht mit dem kochenden Fett – aber er behielt keinerlei Verletzungen zurück! Ein Wunder für alle Ärzte!

Mediawok Kamerateam bei den Dreharbeiten in Chiang Mai

Mediawok Kamerateam bei den Dreharbeiten in Chiang Mai

Sieben Jahre später verkauft Khan Trichan immer noch Hähnchen, aber er ist eine kleine Berühmtheit geworden. Alle wollen sehen, wie er ohne zu zögern ins kochende Öl fasst. Er ist mittlerweile im Guinessbuch der Rekorde und reist für Auftritte in Shows um die Welt. Für RTL Explosiv ist Reporterin Christina Grawe nach Chiang Mai gereist und hat Khan Trichan getroffen. Mit dem Thermometer hat sie sich überzeugt: kein fauler Zauber, das Öl ist wirklich über 500 Grad heiss und der Thailänder hat wirklich keine Verbrennungen an den Händen. Den Selbstversuch hat sie abgebrochen: schon die frisch frittierten Hähnchenschenkel außerhalb des Woks anzufassen, war wirklich viel zu heiss und tat weh.

Aber das gesamte Mediawok-Team (außer Vegetarier Kameramann Florian) war sich nach Drehschluss einig: es waren die leckersten und knusprigsten Hähnchenschenkel, die sie je in Thailand gegessen haben!

 

Wie man in Vietnam eine Strasse überquert….

Bei Dreharbeiten in Ho Chi Minh City hat sich unser Kameramann Francisco für eine subjektive Einstellung todesmutig in die Rush-Hour gestürzt!

 

Kameramann Francisco in Saigon

Kameramann Francisco in Saigon

 

Spendenmarathon – Khao Lak

Zum 15. Mal findet dieses Jahr am 18.11. der RTL Spendenmarathon statt. Moderatorin Miriam Pielhau unterstützt die „Beluga school for Life“. Dieses Jahr reiste sie wieder in das kleine Dorf Na Nai (nahe Khao Lak) / Thailand.

Miriam Pielhau und Mediawok Kameramann Francisco

Miriam Pielhau und Mediawok Kameramann Francisco

Sie weihte das von Spendengeldern neu errichtete Schulgebäude ein und besuchte natürlich dort die Kinder, die ihr alle sehr ans Herz gewachsen sind. Die 35jährige war am 26.12.2004 selbst vor Ort, als der Tsunami große Teile der südostasiatischen Küstenregion zerstörte.

Miriam Pielhau in der "Beluga School for Life"

Miriam Pielhau in der „Beluga School for Life“

 

Traumfrau aus Thailand

Spätestens nach der Traumhochzeit von Milchbauer Josef und seiner thailändischen Narumol stehen Frauen aus Thailand in Deutschland wieder hoch im Kurs. Was bei „Bauer sucht Frau“ klappt, muss im täglichen Leben jedoch nicht unbedingt klappen. Günther Jauch berichtet in stern tv über den 58-jährigen Hausmeister Hanjo Prieur, der im Internet nach einer Frau aus Thailand gesucht hat.

Hanjo sucht Traumfrau in Thailand (© Stephanie McClain)

Schon nach kurzem Mailwechsel packte er seine Koffer und wollte in Thailand seine Traumfrau in Augenschein nehmen. Doch am Flughafen wartete er vergeblich auf die schöne Noi. Ein Mediawok Kamerateam begleitete Hanjo bei der Suche nach seiner Traumfrau in Thailand. Ob er seine Noi noch gefunden hat, erfahren Sie bei stern TV.

Die Sommerserie startet am heutigen Mittwoch (14. Juli 2010). “Stern TV“ läuft wie gewohnt ab 22.15 Uhr bei RTL. Günther Jauch empfängt seine Gäste live im Studio. Zu allen Themen finden Sie weitere Informationen unter www.rtl.de.

 

Ladyboys – Thailands drittes Geschlecht

Bell ist eigentlich ein Mann

Bell ist eigentlich ein Mann

Volle Lippen, üppige Rundungen, lange Beine. Das sind Thailands schönste…. Männer! Männer, die Frauen sein möchten und alles dafür tun.Ob komplett umoperiert oder nur weiblich gekleidet, in Thailand werden Transsexuelle schlicht als „Ladyboys“ bezeichnet. Sie sind ein fester Bestandteil der thailändischen Gesellschaft – nicht nur im Nachtleben.

Plastische Chirurgie von Weltruf

Transsexuelle sind in Thailand so zahlreich, dass die plastischen Chirurgen auf diesem Fachgebiet seit langem Weltruf genießen. Seit ihrem dreizehnten Lebensjahr nimmt „Golf“, ein 21-jähriger Thai, Hormone, die ihm weibliche Formen verleihen. Ihre Semesterferien will der Ladyboy nun dazu nutzen gänzlich zur Frau zu werden. Die OP findet in Bangkok statt.

Angeblich haben sich schon unzählige Touristen verliebt in Thailands exotischem Nachtleben, ohne zu merken, dass die Schöne eigentlich als Mann geboren wurde.

Andere aber suchen bewusst diese Besonderheit, sind fasziniert von der Mischung der Geschlechter in einer Person. Der Deutsche Jörg, ehemaliger Kriminaloberkommissar, lebt seit zehn Jahren in Thailand. Er liebt Ladyboys und macht daraus keinen Hehl. Dass seine Freundin Linda einen Penis hat und anschaffen geht, stört ihn nicht.

Kwang will Miss Tiffany werden

Kwang will Miss Tiffany werden

Gesellschaftlich akzeptiert

Ein komplett anderes Leben führt Tanya. Sie arbeitet in leitender Position bei einem großen japanischen Luxus-Kosmetikhersteller. In einem der Luxushotels der Stadt veranstaltet Tanja für Bangkoks High Society eine Modenschau. Die 30-jährige ist Karrierefrau und der lebende Beweis dafür, dass Thais als Transsexuelle auch jenseits des Rotlichts ihren Lebensunterhalt verdienen können.

Kwang hat entschieden, sie will ein Star sein  und glaubt fest daran: sie ist der schönste Transsexuelle Thailands. Deshalb hat sie sich entschieden dieses Jahr an der Wahl zur Miss Tiffany Universe teilzunehmen. Dafür hat sie sogar ihren eigenen Coach.

Gleich nebenan wird Kwangs Konkurrentin gestylt. Bell hat sich zwar schon Brustimplantate einsetzen lassen und die Hoden entfernen lassen, im Gegensatz zu Kwang hat sie aber noch einen Penis.

Der große Abend: die Wahl zur „Miss Tiffany Universe“. In der Garderobe werden noch mal die weiblichen Attribute der transsexuellen Teilnehmer betont. Alles unter Beobachtung einer unglaublichen Presseschar. Die Miss Tiffany Wahl ist ein angesehenes gesellschaftliches Event. Die Show wird live im thailändischen Fernsehen übertragen und am nächsten morgen wird die Gewinnerin von den Titelseiten sämtlicher Tageszeitungen strahlen.

Mediawok-Kameramann Francisco Lopez

Mediawok-Kameramann Francisco Lopez beim Miss Tiffany Contest

 

Flugzeugabsturz Phuket: Filmteam begleitet Überlebende

Was der Österreicher Marcel Squinobal und sein Deutscher Lebenspartner Christoph Falchetti erlebt haben, haben nur wenige Menschen überlebt: Einen Flugzeugabsturz. Es sollte eigentlich ein Traumurlaub in Thailand werden, doch geblieben sind Alpträume, die die beiden bis heute plagen.

Über den Flughafen von Phuket zog am 16. September 2007 ein Unwetter mit starken Regenfällen und heftigen Windböen. Die Sicht war schlecht, als die in Bangkok gestartete Maschine mit der Flugnummer OG269 um 15.35 Uhr Ortszeit zur Landung ansetzte. Die Maschine der Billigfluglinie One-Two-Go mit 130 Menschen an Bord schoss nach einem missglückten Durchstartemanöver über die Landebahn hinaus, bohrte sich mit dem Cockpit in einen Erdwall, zerbrach und fing sofort Feuer. 88 Menschen kamen bei der Bruchlandung ums Leben. Wie durch ein Wunder konnten sich fast 42 Menschen, darunter Marcel und Christoph, aus dem brennenden Wrack retten.

Marcel Squinobal und Christoph Falchetti gedenken der Absturzopfer

Marcel Squinobal und Christoph Falchetti gedenken der Absturzopfer

Auch zwei Jahre nach Bruchlandung auf der Ferieninsel Phuket können die beiden ohne Beruhigungsmittel nicht einschlafen und noch immer sitzt ihnen die Todesangst im Nacken, wenn sie an den 16. September 2007 zurückdenken. Trotzdem haben sie es gewagt, dorthin zurückzukehren, wo das Unglück passierte. „Wir fühlten uns verpflichtet, nochmals hierher zu kommen und all denen zu gedenken, die hier gestorben sind“, sagt der Vorarleberger Squinobal.

Mediawok hat die beiden auf ihrer schwierigen Reise begleitet und ist mit ihnen zum 2. Gedenktag nach Phuket geflogen, wo das Wrack der Unglücksmaschine noch immer am Pistenrand liegt. Es war eine Reise in eine Welt von Tod und Tränen aber auch eine Reise, die den beiden hilft mit dem Erlebten besser abzuschließen.

Marcel Squinobal und Christoph Falchetti beantworten Fragen von Reporter Pascal Nufer

Marcel Squinobal und Christoph Falchetti beantworten Fragen von Reporter Pascal Nufer

3Plus sucht in Thailand Schweizer Supermodel

Supermodels am Strand von Thailand

Supermodelanwärterin am Strand von Pranburi

Sie sind hübsch, jung und wollen alle dasselbe: Supermodel werden, doch nur eine wird am Schluss den ersehnten Vertrag in den Händen halten: Nach Heidi Klums Modelshow in Deutschland sucht nun auch die Schweiz ihr nächstes Supermodel. Und: Genau wie die Deutschen Schönheiten, haben auch die Schweizerinnen einen Ausflug nach Thailand gemacht.

Supermodel und Moderatorin Nadja Schildknecht redet den Mädchen noch ein letztes Mal ins Gewissen, bevor es am dritten Tag in Thailand ernst gilt: „Ein Bikinishooting ist gnadenlos, da sieht man alles, jedes Gramm, das zu viel ist!“ Als ehemaliges Topmodel ist die Moderatorin der Supermodel-Show des Schweizer Privatsenders 3+ so etwas wie das Ersatzmami, der Coach und aber auch das Schlechte Gewissen in einem.

Peinlicher Ausrutscher am Strand

Supermodelanwärterin am Strand von Pranburi

Supermodelanwärterin am Strand von Pranburi

Die Möchtegern-Models hängen ihr an der Lippe, wie einem Guru und wenn Nadja sagt, dass Thailands Sonne gefährlich ist, dann glauben sie es. Sonnenkreme wird eingeschmiert und der Schatten gesucht. Obwohl sich manches der Mädels doch viel lieber in den weißen Sand legen würde, bleiben sie hart und warten im Bademantel, bis sie dran sind und von Starfotograf Philipp Mueller in sexy Posen abgelichtet werden. Die Nervosität steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Man merkt ihnen an, dass die Modelwelt für sie noch neu ist. Allerdings nicht für alle.

Thailändisches Blut

die Models geniessen beste Betreuung auf dem Set

Tanya und Mediawok Stringerin Taifun

Tanya zum Beispiel verrät stolz, dass sie ja nicht zum ersten Mal in Thailand an einem Shooting sei. Was in ihrem Fall damit zusammenhängt, dass die 21-jährige Schönheit eine thailändische Mutter hat und sie teilweise sogar in Thailand lebt. Sie plaudert denn zwischen den Sets auch in überschwänglicher Offenheit mit den thailändischen Schaulustigen, die sich am Strand versammelt haben und sofort ihre Handykameras zücken. Als Tanya dann auch noch verrät, dass sie schon im Final eines thailändischen Schönheitswettbewerbs gestanden habe, werden auch gleich Autogramme verlangt. Die Wende kommt erst, als Tanya selber dran ist: Die Kamera läuft, betont sexy versinkt die Halbthailänderin in den Wellen des dunkelblauen Meeres. Als sie sich nach zwei drei Räkelposen aus der schäumenden Brandung erhebt, verrutscht ihr Bikini und man sieht, was man nicht soll. Gekonnt quittiert die stolze Schönheit ihren Fauxpas mit einem Lächeln und mit einem schnellen gezielten Griff ist alles behoben. – Welche Folgen der peinliche Ausrutscher für ihre Modelkarriere hat, wird sich erst zeigen, wenn die Jury später in der Show ihr Urteil fällen wird. Tanya selber nimmt’s im Moment noch gelassen: „Wenn es in dieser Show nicht klappt mit dem Modeln, dann werde ich es danach in Thailand weiter versuchen. Denn hier gibt’s so viele Modelwettbewerbe wie kaum sonst irgendwo“.

Seezigeuner in Thailand – Heimatland Meer

Fahrt zu den Surin-Inseln, 80 Kilometer vor der Westküste Thailands. Hier leben die Seezigeuner, Moken genannt – eines der letzten echten Naturvölker der Welt.

Die Moken leben in Ihren Hausbooten auf dem Indischen Ozean und nur während der Regenzeit suchen sie Schutz auf den Surin Inseln.

Die Hausboote der Moken

Die Hausboote der Moken

Ihr wahres Zuhause ist das Meer und deshalb ist das Leben der Moken auch so außergewöhnlich.

  • Sie kennen das Meer so gut, dass sie den Tsunami voraussahen.
  • Moken können unter Wasser ohne Taucherbrille scharf sehen.
  • Und weil sie ständig mit ihren Booten auf dem Indischen Ozean unterwegs sind, hat ihr Eheleben ganz besondere Regeln

Als am 26. Dezember 2004 der Tsunami Thailand traf wurde auch das Stelzendorf der Moken komplett zerstört. Die junge Moken-Frau Pen zeigt uns vom Boot aus einen leeren Strand:

„Hier stand unser Dorf. Zwanzig Hütten in drei Reihen. Die vorderen standen im Wasser. Da kann man noch die Pfähle sehen. Die Welle hat nichts übrig gelassen.“

Als die Welle das Dorf traf, waren die Seezigeuner aber alle schon längst nicht mehr in ihren Hütten, sondern in Sicherheit oben auf dem Berg.

Pa Thong ist einer der Alten, wie alt genau, weiß er selber nicht. Ihm hat der Stamm der Moken das Überleben zu verdanken.

Pa Thong

Pa Thong

„Ich fahr zwar nicht mehr fischen, dazu bin ich schon zu alt. Aber ich kenne das Meer. Als ich gesehen habe, dass das Wasser verschwindet, hab ich allen gesagt, wir müssen jetzt rauf auf den Berg. Von oben haben wir dann drei große Wellen gesehen, die unser Dorf komplett zerstört haben.“

200 Moken wohnen momentan in dieser kleinen provisorisch neu gebauten Siedlung. Eigentlich sind sie Halbnomaden. Mit ihren Booten fahren sie über die Andamanensee,  bis Burma hoch und runter nach Indonesien – Tausende Quadratkilometer Raum.

Das Dorf der Moken auf Koh Surin

Das Dorf der Moken auf Koh Surin

Vor einigen Jahren entdeckte die schwedische Wissenschaftlerin Anna Gislen ein Phänomen. Mit den Kindern der Seenomaden tauchte sie um die Korallen. Die Kinder hatten ihren Spaß; immer wieder stießen sie hinab, zielgenau, brachten Kiesel vom Grund. Erst an Land merkte sie, was die Steinchen wirklich waren: winzige Muscheln! Wie hatten die Kinder das erkennen können?

Das menschliche Auge funktioniert normalerweise nur über Wasser, unter Wasser verliert es zwei Drittel seiner Sehfähigkeit.

Das liegt daran, dass unter Wasser das Licht gedämpfter ist. Normalerweise vergrößern sich deshalb die Pupillen automatisch.

Die Mokenkinder können aber ihre Pupille verkleinern: Wie bei einer Kamera, deren Blendenwert klein gestellt ist, erhöhen sich Tiefenschärfe und Auflösung. Bei den Mokenkindern in extremer Weise. 1,96 Millimeter – so ein kleiner Pupillenwert ist bislang für unmöglich gehalten worden.

 

Zwei bis drei Moken-Familien teilen sich solch ein Boot und leben von dem, was ihnen das Meer gibt. Fische, Muscheln und Seegurken.

Nur der Monsun treibt sie jedes Jahr nach Surin, dort bieten ihnen die Hütten Schutz vor Regen und Wind. Salama ist der Häuptling der Moken:

„Während der Regenzeit können wir nur hier in der Bucht fischen. Da gibt es nur kleine Fische oder wir setzen uns mit einer Angel da hinten auf die Felsen!“

Seine Frau Mi Sia webt während der Regenzeit Strohmatten und erklärt ein bisschen das Leben der Moken, die zum Beispiel keinerlei Zeitgefühl haben.

„Ich habe keine Ahnung wie alt ich bin, meine Eltern konnten mir das auch nicht sagen. Das ist mit den Kindern heute auch so. Wir können sagen ob sie tagsüber oder nachts geboren wurden, aber so etwas wie Wochentage, Monate und Jahre wissen wir nicht.“

Unser Kamerateam auf koh Surin

Unser Kamerateam auf Koh Surin

Mi Sia selbst hat neun Kinder und ihren Mann hat sie kennen gelernt, als das Boot ihrer Eltern zufällig dem Boot seiner Eltern begegnete. Seit dem ist er immer wieder zu ihr zurückgekommen, was bei den Moken nicht selbstverständlich ist.

„Wenn ein Mann zum Fischen raus fährt, sagt er seiner Frau wie lange er weg bleibt, also zum Beispiel 2 oder 3 Tage. Wenn er dann aber zum verabredeten Zeitpunkt nicht zurückkommt, muss die Frau 7 Tage auf ihn warten. Die anderen Männer fahren dann raus und suchen nach ihm, aber sie bleibt ihm Dorf. Und wenn er nach sieben Tagen noch immer nicht aufgetaucht ist, braucht sie nicht mehr auf ihn warten, dann kann sie sich einen Neuen suchen.“

Der Tsunami hat nicht nur das alte Moken Dorf, sondern auch viele der Hausboote zerstört. Die Seezigeuner nutzen die Regenzeit, um neue Boote zu bauen und warten darauf wieder zurückkehren zu können – nach hause aufs Meer.