Großes Spezial zur 100. Folge: Bauer sucht Frau

Sonne, Strand und ganz viel Liebe in der Luft – welcher Landwirt träumt nicht von einer romantischen Auszeit mit seiner Liebsten? Zur 100. Folge von ‚Bauer sucht Frau‘ wird für Martin und Jenny ein Traum wahr: Das Traumpaar fliegt nach Thailand! Hier erleben sie die aufregendste Zeit ihres Lebens. Am Strand von Phuket findet die Reise ihren Höhepunkt: Martin und Jenny lassen sich trauen!

Martin und Jenny bei der buddhistischen Trauung am Strand von Phuket

Martin und Jenny bei der buddhistischen Trauung am Strand von Phuket

Immer mit dabei: Das Mediawok-Filmteam fängt jeden dieser intensiven Momente mit der Kamera ein.

Immer mit dabei: Das Mediawok-Filmteam fängt jeden dieser intensiven Momente mit der Kamera ein.

Inselwelt Thailand

Anfang 2012 machte sich unser Producer Sebastian mit dem Schweizer Team von „SF Unterwegs“ auf den Weg in den paradiesischen Süden Thailands. Auf dem Programm standen eine Menge Traumziele, wie die Similan Islands, Surin Islands, Phuket und Krabi, die allesamt in der Andamanensee liegen.

Die erste Station waren die Similan Inseln. Das Taucherparadies schlechthin – natürlich tauchte da auch der Moderator mit einem Unterwasserkameramann ab und genoss die Unterwasserwelt.

So macht Arbeiten Spaß: Die Crew an Deck des Speedboats in Richtung Similan Islands

So macht Arbeiten Spaß: Die Crew an Deck des Speedboats in Richtung Similan Islands

Als nächstes stand ein Besuch bei Seenomaden, den Moken an. Sie leben grösstenteils auf Booten nahe der Insel Surin. Die beiden jungen Moken Don und Pan angelten mit Roland zusammen Seegurken, die anschliessend gekocht wurden. Guten Appetit!

Unser Producer Sebastian im Dorf der Moken

Unser Producer Sebastian im Dorf der Moken …

... und zusammen mit dem Moderator Roland Luder und Team beim Kochen mit den Seenomaden

… und zusammen mit dem Moderator Roland Luder und Team beim Kochen mit den Seenomaden

In Krabi besuchte das Fernsehteam den Tiger-Höhlen-Tempel „Wat Tham Sua“. Im angegliederten Kloster kann man  Meditationskurse belegen oder gleich als Novize anheuern.

Der Moderator Roland bekommt von einem Mönch ein Glücksband um den Arm geknotet

 Wat Tham Sua: Roland bekommt von einem Mönch ein Glücksband um den Arm geknotet

Zum Abschluss liessen Sebastian und Roland eine Laterne in den roten Himmel steigen, denn aus das bringt Glück glauben die Thais

Zum Abschluss der Reise liessen Sebastian und Roland eine Laterne in den roten Himmel steigen, denn aus das bringt Glück glauben die Thais

Die komplette Sendung können sie sich in der Videothek des SF hier ansehen.

Flugzeugabsturz Phuket: Filmteam begleitet Überlebende

Was der Österreicher Marcel Squinobal und sein Deutscher Lebenspartner Christoph Falchetti erlebt haben, haben nur wenige Menschen überlebt: Einen Flugzeugabsturz. Es sollte eigentlich ein Traumurlaub in Thailand werden, doch geblieben sind Alpträume, die die beiden bis heute plagen.

Über den Flughafen von Phuket zog am 16. September 2007 ein Unwetter mit starken Regenfällen und heftigen Windböen. Die Sicht war schlecht, als die in Bangkok gestartete Maschine mit der Flugnummer OG269 um 15.35 Uhr Ortszeit zur Landung ansetzte. Die Maschine der Billigfluglinie One-Two-Go mit 130 Menschen an Bord schoss nach einem missglückten Durchstartemanöver über die Landebahn hinaus, bohrte sich mit dem Cockpit in einen Erdwall, zerbrach und fing sofort Feuer. 88 Menschen kamen bei der Bruchlandung ums Leben. Wie durch ein Wunder konnten sich fast 42 Menschen, darunter Marcel und Christoph, aus dem brennenden Wrack retten.

Marcel Squinobal und Christoph Falchetti gedenken der Absturzopfer

Marcel Squinobal und Christoph Falchetti gedenken der Absturzopfer

Auch zwei Jahre nach Bruchlandung auf der Ferieninsel Phuket können die beiden ohne Beruhigungsmittel nicht einschlafen und noch immer sitzt ihnen die Todesangst im Nacken, wenn sie an den 16. September 2007 zurückdenken. Trotzdem haben sie es gewagt, dorthin zurückzukehren, wo das Unglück passierte. „Wir fühlten uns verpflichtet, nochmals hierher zu kommen und all denen zu gedenken, die hier gestorben sind“, sagt der Vorarleberger Squinobal.

Mediawok hat die beiden auf ihrer schwierigen Reise begleitet und ist mit ihnen zum 2. Gedenktag nach Phuket geflogen, wo das Wrack der Unglücksmaschine noch immer am Pistenrand liegt. Es war eine Reise in eine Welt von Tod und Tränen aber auch eine Reise, die den beiden hilft mit dem Erlebten besser abzuschließen.

Marcel Squinobal und Christoph Falchetti beantworten Fragen von Reporter Pascal Nufer

Marcel Squinobal und Christoph Falchetti beantworten Fragen von Reporter Pascal Nufer

Reiner Calmund in Thailand

Regelmäßig kommt Reiner Calmund in sein Lieblingsurlaubsland Thailand – zum Relaxen und Abnehmen. Dieses Mal hat Mediawok-Reporterin Christina Grawe ihn gleich für zwei Sendungen begleitet, nämlich Voxtours und RTL-Explosiv. Den Drehbericht hat er gleich selber verfasst:

„Wohl jeder, der die berühmten „paar Pfunde zu viel“ auf den Hüften hat, kann ein Lied davon singen, wie qualvoll und leider Gottes oft sinnlos Diäten sind. Ich bin mit mehr als ein paar Pfund zu viel ausgestattet, habe viele Diäten ausprobiert, helfen konnte letztlich keine.

Reiner Calmund in Thailand

Reiner Calmund in Thailand

Der Tipp eines Freundes führte mich dann im Anschluss an die Weltmeisterschaft, die mir als „Stress-Fresser“ noch einmal ein paar Pfunde zusätzlich beschert hatte, in eine völlig neue (Ernährungs-) Welt. Thailand hieß das Reiseziel und der Tipp erwies sich als glänzend, ich bin froh, dieses Land richtig kennen gelernt zu haben. Häufiger schon war ich im asiatischen Königreich, immer beruflich. So intensiv wie in den knapp fünf Wochen im Herbst hatte ich nie die Gelegenheit, das Land, Leute und Küche kennen zu lernen.

Die erste Station unserer Thailand-Rundreise hieß Pattaya. Leider ist diese pulsierende Stadt bei uns in Deutschland wegen des teilweise ausufernden Sex-Tourismus bekannt. Schade, dieses Image wird ihr nicht gerecht. Es gibt eindrucksvolle Stätten der großen thailändischen Kultur, es gibt wunderbare Strände hier, malerische vorgelagerte Inseln mit der sprichwörtlichen Postkartenidylle und tolle Restaurants.

Wer nach Thailand reist und dort in einem guten Restaurant essen geht, der wundert sich zunächst über die Preise. Der normal verdienende Mitteleuropäer wird sagen: „Hoppla, hier kriege ich noch was für mein Geld!“ Hierbei muss man jedoch bedenken, dass die Preise natürlich ans Lohnniveau der Bevölkerung gekoppelt sind. Der Thai im Servicebereich beispielsweise verdient mit etwas Glück umgerechnet 200 Euro im Monat. Für ihn ist es ein Luxus, im Restaurant essen zu gehen. Für uns wird jeder Besuch zum Schnäppchen. Sensationelles Obst, wunderbarer Fisch, zartestes Gemüse – ich bin nirgendwo enttäuscht worden. Mein Favorit war das Restaurant „Mantra“. Hier gibt es sechs (!) verschiedene, offene Küchen in einem Restaurant: Japaner, Chinese, Seafood, Inder, und natürlich Thai – in jeder Ecke eine Sensation!!!

Ich fürchte nur, die wenigsten Touristen nutzen ihre Reisekasse, um die thailändische Kultur und Küche kennen zu lernen. Wie anders sollte es dazu kommen, dass die Hauptverkehrstrasse des Zentrums von Pattaya, direkt am Strand gelegen, gegen Abend für jeglichen motorisierten Verkehr gesperrt und zur „Walking Street“ wird. Hier geht dann die Post ab, vom gefälschten Lacoste-T-Shirt bis zu schnellen Liebesdiensten, hier kann man alles kaufen. Sich da als Prominenter auch nur mal umzuschauen, ist heutzutage allerdings brandgefährlich. Durch zweideutige Handy-Fotos von deutschen Touristen kannst Du ein paar Tage später in der Bildzeitung unter „1414-Leserreporter“ als lüsterner Promi hingestellt werden – das braucht kein Mensch.

Wie gesagt: Auch Pattaya hat ungleich mehr zu bieten. Eindrucksvoll verfolgte ich einen Kampfabend im Thai-Boxen. Kinder ab 30 Kilo kämpften, was in Europa als barbarisch empfunden würde, wird hier gepflegt und tatsächlich wirken diese Kinder bei der Präsentation der uralten Rituale viel reifer als gleichaltrige Kinder aus Mitteleuropa. Ob ich allerdings meinen Sohn auf diese Art Sport machen ließe? Ich denke nicht. Apropos Sport: An jedem Tag meines Aufenthaltes in Pattaya verbrachte ich zwei Stunden im „Fairtex“-Fitnesscenter, anschließend ging es zur traditionellen Thai-Massage ins „Health“-Land, danach eine Stunde zum Aquajogging. All diese Aktivitäten fanden statt in fantastisch eingerichteten Etablissements, technisch und hygienisch alle auf dem allerersten Stand, und wie gesagt, zu sehr erschwinglichen Preisen. Außerordentlich preiswert war auch unser zwei-wöchiger Aufenthalt in dem familienfreundlichen „Thai Garden Ressort“, wobei Service, Atmosphäre und vor allen Dingen die Gastfreundschaft sehr gut waren.

Calli im Urlaub

Calli im Urlaub

Der zweite Teil des Thailand-Trips führte uns in die Metropole Bangkok. Eine Wahnsinns-Stadt mit rund 17 Millionen Einwohnern, atemberaubend in fast jeder Hinsicht. Hier treffen Tradition und Moderne, unermesslicher Reichtum und unvorstellbare Armut, nervtötender Verkehr und stillste Idylle aufeinander. Immer aber begleitet dich König Bumiphol, der Herrscher der Thai, seit sechs Jahrzehnten für seine Untertanen anbetungswürdiges Vorbild und geliebter König. Mein favorisiertes Restaurant hier trägt den beziehungsreichen Namen „Nami“, das Schwester-Lokal, ebenfalls im „JW Marriott“-Hotel, heißt „Tsu“. Geboten wird japanische Küche vom Feinsten, die ja so viel mehr zu bieten hat als Sushi und Sashimi. Leicht, gesund, vitalisierend präsentierte ein außergewöhnlich talentierter junger Küchenchef namens Puttipong seine Speisen, fast ehrfürchtig machte ich mich drüber her – jeder Bissen ein wahrer Genuss.

Ein weiteres absolutes Muss in Bangkok ist der Besuch im Seafood Market Restaurant. Hier wird wie im Supermarkt eingekauft, frisch und teilweise noch lebend, und dann von einer Kompanie von Köchen wunschgemäß und mundgerecht zubereitet.

Reiner Calmund im Restaurant "Seafood Market"

Reiner Calmund im Restaurant „Seafood Market“

Die traditionelle Tee-Zeremonie findest du im „Mandarin Oriental“, einem wunderbaren Hotel, in dem die Zeit der Kolonialisierung stehen geblieben zu sein scheint, einfach eindrucksvoll und mit sehr viel Stil.

Unser Hotel, das „Peninsula“, lag direkt gegenüber am Wasser und bot uns die Möglichkeit, per Barke zur „Skytrain“-Station überzusetzen und damit dem pulsierenden Straßenverkehr der thailändischen Hauptstadt zu entkommen. Von oben auf diesen Wahnsinn zu schauen beruhigt, allein die Vorstellung stundenlang in diesem chaotischen, versmogten Stau zu stehen, verschafft Beklemmungen. Der „Skytrain“, ultramodern und superschnell, schwebt unter anderem zum „MBK“, einem der größten Kaufhäuser Asiens mit einer Auswahl die du in Europa nicht finden würdest.

Ach ja, wie auf allen Stationen unserer Reise ließ ich mir nicht nur die gesunde Kost schmecken. Zur Unterstützung des Ganzen gehörten Sport und Massage tagtäglich dazu. Und egal, welche Übung: Sie fielen mir jeden Tag leichter.

Reiner Calmund beim Vegetarischen Festival

Reiner Calmund beim Vegetarischen Festival

Der nächste Stopp hieß Phuket und hier wurde ich Zeuge eines Spektakels, das mir auf der einen Seite den Schweiß auf die Stirn trieb, auf der anderen aber höchsten Respekt abnötigte. Das „Vegetarische Festival“ stand an, eine Veranstaltung der Thailänder chinesischer Abstammung. Was harmlos klingt und einen zuletzt an Fleisch denken lässt, stellt gesunde Kost und körperliche Askese in den Mittelpunkt. Diesen Dingen hatte ich ja nun schon seit dem Beginn unseres Urlaubs gefrönt, nichts Dramatisches also, dachte ich. Doch die gläubigen Thai ließen mich staunen wie selten in meinem sicherlich an Höhepunkten nicht armen Leben. Sie versetzten sich tanzend in Trance, um so betäubt, Nadeln und Schwerter durch Lippen und Wangen zu stechen, ohne mit der Wimper zu zucken. Kronleuchter, Tankstellen-Zapfpistolen, ja Stühle fanden bei den Protagonisten den Weg durch die Haut – alles in der tief religiösen Hoffnung auf ein besseres Leben. Schwer nachvollziehbar, aber ebenso beeindruckend.

Vegetarisches Festival auf Phuket

Vegetarisches Festival auf Phuket

Mir reichten zur Selbstdisziplin meine Diät und mein tagtägliches Sportprogramm. Am Strand von Phuket drehten wir übrigens einen Beitrag für Vox-Tours, trafen dabei neben extremen Menschen auch extreme Tiere, extrem große Tiere. Zwei Baby-Elefanten tummelten sich im Sand, ich ging gleich auf Tuchfühlung. Endlich war ich mal nicht der Dickste am Strand….

Calli am Strand von Bang Tao

Calli am Strand von Bang Tao

Den Appetit haben mir die traditionellen Rituale auf keinen Fall genommen. Und auch in Phuket fand ich meine Oase des tollen Geschmacks. Es war ein recht einfaches, winziges Fischlokal namens Ka Jok See. Aber eines mit außergewöhnlichem Ambiente. Die Einrichtung im Pariser Stil überzeugte durch viel Liebe zum Detail. Vollends verblüfft aber war ich, als ich schon vor der Vorspeise zum Tanz gebeten wurde, danach meine Frau Sylvia und wir alle schließlich zwischen den Tischen tanzten, dann aßen, dann wieder tanzten und wieder aßen und so weiter. Traditionelle Musik wurde im Verlauf des Abends von den verschiedensten Musikrichtungen abgelöst, bei den Hits aus den 80igern war ich noch gut dabei, als der DJ auf Techno wechselte, bekam ich dann doch Probleme. Aber es blieb die Erinnerung an einen tollen, außergewöhnlichen Abend in einem Restaurant, das ich sicherlich nie vergessen werde.

Die Hotels „Peninsula“ in Bangkok und „Trisara“ verwöhnen dich von der ersten Minute deiner Ankunft bis zum letzten Moment deiner Abreise. Asiatische Höflichkeit und Zurückhaltung, gepaart mit einer bewundernswert unaufdringlichen Perfektion, lassen jedes Touristenherz höher schlagen. Doch was wir in Chiang Mai, unserer vierten und letzten Station, in den Bergen weit nördlich der Hauptstadt erlebten, war schlicht und ergreifend unvergleichlich. Das „Mandarin Oriental Dhara Dhevi“ ist wohl einzigartig. Ob Design oder Service, ob Ambiente oder Kultur – diese Herberge setzt Maßstäbe weltweit. Auf rund 25 Hektar Fläche stehen 144 Villen und Suiten im landestypischen Lanna-Stil mit prächtigen Holzschnitzereien und geschwungenen Dächern. Inmitten von Reisfeldern und rund 10 000 neu gepflanzten Bäumen entstand eine Oase der Ruhe, wo selbst ein Hektiker wie ich ein paar Gänge runterschaltete und wunderbare Erholung fand. So ließ ich meinem ja bereits gut relaxeden Körper die jahrhundertealten Heilmethoden Asiens angedeihen, genoss Ayurveda-Therapien, Thaimassagen und versuchte mich sogar in Yoga. Calmund als Lotus-Blüte – unvorstellbar, aber wahr.

Dass die Restaurants in dieser Hotelanlage sensationell waren, muss ich nicht erwähnen. Und besonders stolz war ich, dass mich der Küchenchef in seine heiligen hallen ließ. Für RTL-Eplosiv kochte ich mitten im Reisfeld meine thailändische Lieblingssuppe Tom Yam Goong. Es klappte, es musste bei diesen Voraussetzungen ja auch klappen. Das thailändische Nationalgericht schmeckte wie immer scharf, aber wunderbar.

Knapp fünf Wochen vergingen wie im Flug. Wir versuchten Thailand und Thailand nahm uns gefangen. Eine unvergessliche Zeit für mich und meine Frau, meistens paradiesische Ruhe, hie und da auch etwas chaotische Hektik, immer aber wunderbare Menschen und eine sensationelle Küche. Eine, die mir half, viele Kilos zu verlieren. Ich muss zugeben: die asiatische Gelassenheit, die Motivationskunst meiner Trainer in den Gyms – all dies ließ es mich leicht fallen, mein Programm durchzuziehen. Diese Motivation zuhause zu finden, ist schwer. Weil dies so ist, weiß ich ganz sicher: Thailand – wir kommen wieder!“