Die Frau mit den größten Händen der Welt

Duangjai Samuksamarn ist die Frau mit den größten Händen der Welt. Die Neunundfünfzig-jährige lebt in Nordostthailand in einem kleinem Dorf in der Nähe von Surin. Fünfunddreißig Kilogramm wiegen ihre beiden Arme.

Duangjai Samuksamarn

Duangjai Samuksamarn

Duangjai kam als ganz normales Baby zur Welt. Im Alter von siebzehn Jahren fingen ihre Arme und Hände dann an zu wachsen. Drei Operationen hatte die Thailänderin schon, leider ohne Erfolg. Sie hat sich mittlerweile mit ihrem Schicksal abgefunden, dennoch ist ihr größter Wunsch für ihr nächstes Leben: ganz normale Arme und Hände!

Die Frau mit den größten Händen der Welt

Die Frau mit den größten Händen der Welt

Inselwelt Thailand

Anfang 2012 machte sich unser Producer Sebastian mit dem Schweizer Team von „SF Unterwegs“ auf den Weg in den paradiesischen Süden Thailands. Auf dem Programm standen eine Menge Traumziele, wie die Similan Islands, Surin Islands, Phuket und Krabi, die allesamt in der Andamanensee liegen.

Die erste Station waren die Similan Inseln. Das Taucherparadies schlechthin – natürlich tauchte da auch der Moderator mit einem Unterwasserkameramann ab und genoss die Unterwasserwelt.

So macht Arbeiten Spaß: Die Crew an Deck des Speedboats in Richtung Similan Islands

So macht Arbeiten Spaß: Die Crew an Deck des Speedboats in Richtung Similan Islands

Als nächstes stand ein Besuch bei Seenomaden, den Moken an. Sie leben grösstenteils auf Booten nahe der Insel Surin. Die beiden jungen Moken Don und Pan angelten mit Roland zusammen Seegurken, die anschliessend gekocht wurden. Guten Appetit!

Unser Producer Sebastian im Dorf der Moken

Unser Producer Sebastian im Dorf der Moken …

... und zusammen mit dem Moderator Roland Luder und Team beim Kochen mit den Seenomaden

… und zusammen mit dem Moderator Roland Luder und Team beim Kochen mit den Seenomaden

In Krabi besuchte das Fernsehteam den Tiger-Höhlen-Tempel „Wat Tham Sua“. Im angegliederten Kloster kann man  Meditationskurse belegen oder gleich als Novize anheuern.

Der Moderator Roland bekommt von einem Mönch ein Glücksband um den Arm geknotet

 Wat Tham Sua: Roland bekommt von einem Mönch ein Glücksband um den Arm geknotet

Zum Abschluss liessen Sebastian und Roland eine Laterne in den roten Himmel steigen, denn aus das bringt Glück glauben die Thais

Zum Abschluss der Reise liessen Sebastian und Roland eine Laterne in den roten Himmel steigen, denn aus das bringt Glück glauben die Thais

Die komplette Sendung können sie sich in der Videothek des SF hier ansehen.

Hochzeit mit einer Leiche

Chadil mit seiner geliebten Sarinya bei der Hochzeit, die auch gleichzeitig Beerdigung war

Chadil mit seiner geliebten Sarinya bei der Hochzeit, die auch gleichzeitig Beerdigung war

Ein junger Mann heiratet seine tote Freundin. Romantisch bis über den Tod hinaus oder einfach krank?

Anfang Januar verbreitete sich das Foto von Chadil Yinguen, auch Deffy genannt, wie ein Virus auf den Seiten Facebooks. Insgesamt wurde es über 50.000 Mal im Internet geteilt. Auch zahlreiche internationale Zeitungen aus Australien, Amerika und Europa berichteten über die morbide Hochzeit.

Sarinya bekommt einen letzten Kuss von Chadil

Sarinya bekommt einen letzten Kuss von Chadil

Steht er auf Gothic oder betet gar den Teufel an? Als ich Chadil zum ersten Mal treffe, bewahrheiten sich keine meiner Vermutungen. Ein ganz normaler, junger Mann. Er arbeitet beim Film, interessiert sich für Musik und verkauft am Wochenende Antiquitäten auf dem hippen „Train Market“ in Bangkok. Er wirkt aufgeschlossen und interessiert, nur wenn er von seiner Freundin spricht, wirkt er traurig, aber gefasst.

Der Unfall ereignete sich am 19. Dezember 2011. Sarinya Khamsuk war in Bangkok  mit einem Motorradtaxi unterwegs, als dieses mit einem anderen Fahrzeug zusammenstiess. Sie lag  zwei Wochen im Koma, bevor sie aufgrund ihrer Verletzungen verstarb.
Chadil hatte nie die Gelegenheit noch einmal mit ihr zu sprechen, noch einmal ihr Lächeln zu sehen oder ihr zu sagen, wie sehr er sie liebt.

Die beiden waren seit knapp zehn Jahren ein Paar und hatten beschlossen zu heiraten. Jedoch sollte dies erst in sieben Jahren geschehen, beide fühlten sich noch nicht bereit und zuerst wollte Chadil sein Studium beenden.

Auf immer und ewig: Sarinya und Chadil

Auf immer und ewig: Sarinya und Chadil

„Einmal sagte Sarinya im Spaß, dass sie bis dahin vielleicht schon tot sei. Ich habe mir nichts dabei gedacht. Sie war ja lebendig“, erzählt Chadil. Doch diese Erinnerung versetzt ihm jetzt einen tiefen Schmerz. Er bedauert, dass er seine Gefühle ihr gegenüber nie so offenbart hatte, wie sie das immer getan hat. Er sei, dafür einfach nicht der Typ. Aber nun wollte er zeigen, wieviel sie ihm bedeutete.

Aus der Beerdigung machte er gleichzeitig eine Hochzeit. Die Gäste waren  verwirrt. Sie fanden die junge Sarinya aufgebahrt und geschminkt in einem weißen, kurzen Hochzeitskleid aus Spitze, weiße, gemusterte Strumpfhosen und ebensolche Spitzenhandschuhe. Chadil selbst trug einen schwarzen Frack und Zylinder.

Chadil Deffy (rechts) während des Drehs in Surin mit seiner, Mutter Bunapaa Yuenying und dem besten Freund des Pärchens, Khomsan Thima (links)

Chadil Deffy (rechts) während des Drehs in Surin mit seiner, Mutter Bunapaa Yuenying und dem besten Freund des Pärchens, Khomsan Thima (links)

Nachdem er eine kurze Rede hielt, tauschte er mit der reglosen Braut Ringe aus und küsste sie. „Ich hatte gar nicht das Gefühl, dass ihr Körper schon kalt war. Das habe ich gar nicht so richtig wahrgenommen. In dem Moment habe ich nur gedacht, das ist die Frau, die ich liebe. Und sie sah auch nicht aus wie eine Leiche, sondern wie meine Freundin, die schläft.“

Als romantisch empfindet Chadil seine Tat nicht. Es war ihm wichtig es zu tun, weil er überzeugt ist, dass es richtig war. Er hatte ihr versprochen sie zu heiraten, und dieses Versprechen hat er gehalten.