Mit dem VW-Kübelwagen auf Bali unterwegs

Indonesien besteht aus 17.508 Inseln und ist der weltgrößte Inselstaat und die größte Nation Südostasiens. Bali ist die am häufigsten besuchte Touristeninsel Indonesiens. Die „Insel der Götter“ gilt als Paradies auf Erden. Mit knapp 5.600 qkm – gerade doppelt so groß wie das Saarland – hat dieses Staubkorn auf der Weltkarte ein unglaubliches Repertoire an Gesichtern.Vier Millionen Besucher kommen jährlich an die Traumstrände. Trotzdem hat Bali auch jenseits des Tourismus immer seine eigenständige kulturelle Identität bewahrt. Mit VW-Oldtimern sind wir auf eine ganz besondere Entdeckungstour gegangen.

VW Kübelwagen Bali

VW Kübelwagen Bali

Eine Tour ganz nah am Leben der Balinesen

Die Wagen sind offen und so ist der Reisende bei den langsamen Fahrten durch Dörfer und Reislandschaften näher am Geschehen. Vor allem wird die Insel mit einem wichtigen Sinnesorgan wahrgenommen, der Nase – man riecht die Insel. Und die knallbunten Autos werden von den Inselbewohnern deutlich fröhlicher begrüßt als die klimatisierten Reisebusse.

Nicole Saft und Andreas Safner sind schon seit einer Woche auf Bali. Sie genießen Sonne, Strand und Meer – heute allerdings wollen sie ins Inselinnere und etwas erleben. Eine normale Inselrundfahrt wäre ihnen allerdings zu langweilig. Sie wollen etwas Besonderes.

„Wir wollen nicht wie die anderen Touristen im klimatisierten Reisebus über die Insel fahren und nur durchs Fenster schauen. Deshalb haben wir uns für die Kübelwagen-Tour entschieden, weil man da einfach näher an Land und Leuten ist“, sagt Nicole Saft.

Die beiden sind von der Freundlichkeit der Balinesen begeistert und freuen sich schon darauf mehr über die Menschen die hier leben zu erfahren.

Erste Station: Meerestempel

Meerestempel Tanah Lot

Meerestempel Tanah Lot

Erste Station der Tour ist der berühmte Meerestempel Tanah Lot. Der Tempel liegt auf einer Felsspitze im Meer dicht am Ufer. Auf dem Fußweg ist Tanah Lot – ohne dabei nass zu werden – nur bei Ebbe zu erreichen. Heute ist daran nicht zu denken – zu starke Wellen. Der Tempel ist eines der beliebtesten und bekanntesten Fotomotive auf Bali. Erfinder der Bali VW Tour ist der Österreicher Gery Nutz. Vor fast genau zwanzig Jahren hatte er die Tour mit den Kübelwagen aus einer Notwendigkeit erfunden.

„Ich habe den ersten Wagen damals als Schrott gekauft und komplett restauriert. Am 18. April 1988 habe ich damit dann meine erste Inseltour gemacht. Damals waren die Strassen auf Bali noch so schlecht, dass wir ein geländegängiges Auto brauchten. Der Kübelwagen hat den Motor vom Käfer 1303. Eine sechzehnhunderter Maschine mit 48 PS. Das wurde von den Indonesiern so gewünscht, damit man auch wirklich durch die Schlaglöcher durchkam. Die Robustheit des Wagens hat uns überzeugt. Außerdem ist er leicht zu warten. Fast jeder Mechaniker hier auf Bali kann daran rumschrauben.“ Die Inseltour im Kübelwagen kostet 39 Euro, Insidertipps von Gery inklusive.

Candi Kunig Markt

Nächste Station ist der Markt Candi Kunig. Hier gibt es Souvenirs aber auch Gemüse, Früchte und Gewürze. Auf dem Markt ist Feilschen angesagt. Gerys Rat: Vom Preis der zu Anfang genannt wird, muss man mindestens die Hälfte runterhandeln. Mit Hilfe eines Taschenrechners feilschen Nicole und Andreas hartnäckig und erzielen schließlich einen guten Preis für einen ganzen Haufen Gewürze.

„Wir haben Nelken gekauft für die Weihnachtszeit, Stern-Anis und Vanille, das wird alles hier angebaut. Der Händler wollte erst umgerechnet 39 Euro, wir haben ihn jetzt auf 18 Euro runtergehandelt. Da wäre bestimmt noch mehr drin gewesen, aber er ist sehr hartnäckig“, erklären Nicole und Andreas.

Schnell geht es zu weiteren Insel-Highlights: am Ufer des  Bratan Sees auf 1200 Meter liegt der Ulun Danu Tempel. Er ist den drei wichtigsten hinduistischen Gottheiten Brahma, Shiva und Vishnu geweiht und somit einer der bedeutensten Tempel der Insel.

Rock tragen Pflicht – auch für Männer

Eine knappe Autostunde entfernt ist der berühmte Bergtempel Pura Luhur. Wer hier rein will, muss ordentlich gekleidet sein, auf Bali heißt das, Rock tragen – auch für die Männer. Zum Glück hat Gery ein paar Sarong-Tücher im Kofferraum. Überall auf Bali sieht man kleine Opfergaben, meist auf dem Bürgersteig, Gery erklärt hier was es damit: “Im hinduistischen Glaube ist alles beseelt, selbst die kleinste Blume. Diese Essenz opfert man Göttern, Geistern und Dämonen in Verbindung mit einem Räucherstäbchen. Der Rauch gilt als Transportmittel, die Glut des Räucherstäbchens symbolisiert die Sonne und ist Zeuge der Opfergabe.“

Was sonst keine Tour bietet: Gery verschafft seinen Gästen einen Blick hinter die Kulissen. Auf dem Hof eines Freund zeigt er, wie das typische zuhause einer balinesischen Familie aussieht.

„Normalerweise braust man nur an Mauern entlang und hat keine Ahnung wie es dahinter aussieht, wie die Menschen leben. Auf dieser Tour hat man die Möglichkeit zu sehen, wo gegessen wird, wo geschlafen wird und so weiter. Das ist wirklich ein Blick hinter die Kullissen“, begeistert sich Andreas Safner.

Nach zehn Stunden ist die Tour zu Ende und für Gery geht es nach hause.

Der gebürtige Österreicher Gery Nutz lebt bereits seit 23 Jahren auf Bali. Inzwischen ist er indonesischer Staatsbürger und hat den Hinduismus als Glauben gewählt und so befindet sich auf seinem Anwesen auch der obligatorische Haustempel.

„Beigetreten bin ich erst vor zehn Jahren. Auf Bali ist das nicht nur eine Religion, sondern auch eine Sozialstruktur. Aber es ist auch meine Überzeugung“, so Gery Nutz.

Tochter Chandra und seine Frau Kompiang helfen bei Gerys kleinem Reiseunternehmen kräftig mit. Auf einer seiner Touren gibt es ein traditionelles balinesisches Essen, dass auch auf traditionellem Geschirr serviert wird: aus Palmblättern stellen sie Teller und Schälchen her. Wer will, kann auch bei Gery Nutz wohnen. Fünfzig bis Fünfundsiebzig Euro kostet so eine Villa pro Nacht.

Allgemeine Infos

Direktflüge von Bangkok gibt es mit Thai Airways und Garuda. Außerdem gibt es Flüge mit Air Asia über Kuala Lumpur oder mit Singapore Airlines und Jetstar über Singapur.

Die Währung auf Bali ist die Indonesische Rupie. Ein Euro sind etwa 13.000 IDR.

Zur Einreise nach Indonesien benötigt man ein Visum, das allerdings bei der Ankunft ausgestellt werden kann. Es gibt Touristenvisa für einen 7-tägigen Aufenthalt (10 U$) oder für 30 Tage (25 U$).

Reiner Calmund in Thailand

Regelmäßig kommt Reiner Calmund in sein Lieblingsurlaubsland Thailand – zum Relaxen und Abnehmen. Dieses Mal hat Mediawok-Reporterin Christina Grawe ihn gleich für zwei Sendungen begleitet, nämlich Voxtours und RTL-Explosiv. Den Drehbericht hat er gleich selber verfasst:

„Wohl jeder, der die berühmten „paar Pfunde zu viel“ auf den Hüften hat, kann ein Lied davon singen, wie qualvoll und leider Gottes oft sinnlos Diäten sind. Ich bin mit mehr als ein paar Pfund zu viel ausgestattet, habe viele Diäten ausprobiert, helfen konnte letztlich keine.

Reiner Calmund in Thailand

Reiner Calmund in Thailand

Der Tipp eines Freundes führte mich dann im Anschluss an die Weltmeisterschaft, die mir als „Stress-Fresser“ noch einmal ein paar Pfunde zusätzlich beschert hatte, in eine völlig neue (Ernährungs-) Welt. Thailand hieß das Reiseziel und der Tipp erwies sich als glänzend, ich bin froh, dieses Land richtig kennen gelernt zu haben. Häufiger schon war ich im asiatischen Königreich, immer beruflich. So intensiv wie in den knapp fünf Wochen im Herbst hatte ich nie die Gelegenheit, das Land, Leute und Küche kennen zu lernen.

Die erste Station unserer Thailand-Rundreise hieß Pattaya. Leider ist diese pulsierende Stadt bei uns in Deutschland wegen des teilweise ausufernden Sex-Tourismus bekannt. Schade, dieses Image wird ihr nicht gerecht. Es gibt eindrucksvolle Stätten der großen thailändischen Kultur, es gibt wunderbare Strände hier, malerische vorgelagerte Inseln mit der sprichwörtlichen Postkartenidylle und tolle Restaurants.

Wer nach Thailand reist und dort in einem guten Restaurant essen geht, der wundert sich zunächst über die Preise. Der normal verdienende Mitteleuropäer wird sagen: „Hoppla, hier kriege ich noch was für mein Geld!“ Hierbei muss man jedoch bedenken, dass die Preise natürlich ans Lohnniveau der Bevölkerung gekoppelt sind. Der Thai im Servicebereich beispielsweise verdient mit etwas Glück umgerechnet 200 Euro im Monat. Für ihn ist es ein Luxus, im Restaurant essen zu gehen. Für uns wird jeder Besuch zum Schnäppchen. Sensationelles Obst, wunderbarer Fisch, zartestes Gemüse – ich bin nirgendwo enttäuscht worden. Mein Favorit war das Restaurant „Mantra“. Hier gibt es sechs (!) verschiedene, offene Küchen in einem Restaurant: Japaner, Chinese, Seafood, Inder, und natürlich Thai – in jeder Ecke eine Sensation!!!

Ich fürchte nur, die wenigsten Touristen nutzen ihre Reisekasse, um die thailändische Kultur und Küche kennen zu lernen. Wie anders sollte es dazu kommen, dass die Hauptverkehrstrasse des Zentrums von Pattaya, direkt am Strand gelegen, gegen Abend für jeglichen motorisierten Verkehr gesperrt und zur „Walking Street“ wird. Hier geht dann die Post ab, vom gefälschten Lacoste-T-Shirt bis zu schnellen Liebesdiensten, hier kann man alles kaufen. Sich da als Prominenter auch nur mal umzuschauen, ist heutzutage allerdings brandgefährlich. Durch zweideutige Handy-Fotos von deutschen Touristen kannst Du ein paar Tage später in der Bildzeitung unter „1414-Leserreporter“ als lüsterner Promi hingestellt werden – das braucht kein Mensch.

Wie gesagt: Auch Pattaya hat ungleich mehr zu bieten. Eindrucksvoll verfolgte ich einen Kampfabend im Thai-Boxen. Kinder ab 30 Kilo kämpften, was in Europa als barbarisch empfunden würde, wird hier gepflegt und tatsächlich wirken diese Kinder bei der Präsentation der uralten Rituale viel reifer als gleichaltrige Kinder aus Mitteleuropa. Ob ich allerdings meinen Sohn auf diese Art Sport machen ließe? Ich denke nicht. Apropos Sport: An jedem Tag meines Aufenthaltes in Pattaya verbrachte ich zwei Stunden im „Fairtex“-Fitnesscenter, anschließend ging es zur traditionellen Thai-Massage ins „Health“-Land, danach eine Stunde zum Aquajogging. All diese Aktivitäten fanden statt in fantastisch eingerichteten Etablissements, technisch und hygienisch alle auf dem allerersten Stand, und wie gesagt, zu sehr erschwinglichen Preisen. Außerordentlich preiswert war auch unser zwei-wöchiger Aufenthalt in dem familienfreundlichen „Thai Garden Ressort“, wobei Service, Atmosphäre und vor allen Dingen die Gastfreundschaft sehr gut waren.

Calli im Urlaub

Calli im Urlaub

Der zweite Teil des Thailand-Trips führte uns in die Metropole Bangkok. Eine Wahnsinns-Stadt mit rund 17 Millionen Einwohnern, atemberaubend in fast jeder Hinsicht. Hier treffen Tradition und Moderne, unermesslicher Reichtum und unvorstellbare Armut, nervtötender Verkehr und stillste Idylle aufeinander. Immer aber begleitet dich König Bumiphol, der Herrscher der Thai, seit sechs Jahrzehnten für seine Untertanen anbetungswürdiges Vorbild und geliebter König. Mein favorisiertes Restaurant hier trägt den beziehungsreichen Namen „Nami“, das Schwester-Lokal, ebenfalls im „JW Marriott“-Hotel, heißt „Tsu“. Geboten wird japanische Küche vom Feinsten, die ja so viel mehr zu bieten hat als Sushi und Sashimi. Leicht, gesund, vitalisierend präsentierte ein außergewöhnlich talentierter junger Küchenchef namens Puttipong seine Speisen, fast ehrfürchtig machte ich mich drüber her – jeder Bissen ein wahrer Genuss.

Ein weiteres absolutes Muss in Bangkok ist der Besuch im Seafood Market Restaurant. Hier wird wie im Supermarkt eingekauft, frisch und teilweise noch lebend, und dann von einer Kompanie von Köchen wunschgemäß und mundgerecht zubereitet.

Reiner Calmund im Restaurant "Seafood Market"

Reiner Calmund im Restaurant „Seafood Market“

Die traditionelle Tee-Zeremonie findest du im „Mandarin Oriental“, einem wunderbaren Hotel, in dem die Zeit der Kolonialisierung stehen geblieben zu sein scheint, einfach eindrucksvoll und mit sehr viel Stil.

Unser Hotel, das „Peninsula“, lag direkt gegenüber am Wasser und bot uns die Möglichkeit, per Barke zur „Skytrain“-Station überzusetzen und damit dem pulsierenden Straßenverkehr der thailändischen Hauptstadt zu entkommen. Von oben auf diesen Wahnsinn zu schauen beruhigt, allein die Vorstellung stundenlang in diesem chaotischen, versmogten Stau zu stehen, verschafft Beklemmungen. Der „Skytrain“, ultramodern und superschnell, schwebt unter anderem zum „MBK“, einem der größten Kaufhäuser Asiens mit einer Auswahl die du in Europa nicht finden würdest.

Ach ja, wie auf allen Stationen unserer Reise ließ ich mir nicht nur die gesunde Kost schmecken. Zur Unterstützung des Ganzen gehörten Sport und Massage tagtäglich dazu. Und egal, welche Übung: Sie fielen mir jeden Tag leichter.

Reiner Calmund beim Vegetarischen Festival

Reiner Calmund beim Vegetarischen Festival

Der nächste Stopp hieß Phuket und hier wurde ich Zeuge eines Spektakels, das mir auf der einen Seite den Schweiß auf die Stirn trieb, auf der anderen aber höchsten Respekt abnötigte. Das „Vegetarische Festival“ stand an, eine Veranstaltung der Thailänder chinesischer Abstammung. Was harmlos klingt und einen zuletzt an Fleisch denken lässt, stellt gesunde Kost und körperliche Askese in den Mittelpunkt. Diesen Dingen hatte ich ja nun schon seit dem Beginn unseres Urlaubs gefrönt, nichts Dramatisches also, dachte ich. Doch die gläubigen Thai ließen mich staunen wie selten in meinem sicherlich an Höhepunkten nicht armen Leben. Sie versetzten sich tanzend in Trance, um so betäubt, Nadeln und Schwerter durch Lippen und Wangen zu stechen, ohne mit der Wimper zu zucken. Kronleuchter, Tankstellen-Zapfpistolen, ja Stühle fanden bei den Protagonisten den Weg durch die Haut – alles in der tief religiösen Hoffnung auf ein besseres Leben. Schwer nachvollziehbar, aber ebenso beeindruckend.

Vegetarisches Festival auf Phuket

Vegetarisches Festival auf Phuket

Mir reichten zur Selbstdisziplin meine Diät und mein tagtägliches Sportprogramm. Am Strand von Phuket drehten wir übrigens einen Beitrag für Vox-Tours, trafen dabei neben extremen Menschen auch extreme Tiere, extrem große Tiere. Zwei Baby-Elefanten tummelten sich im Sand, ich ging gleich auf Tuchfühlung. Endlich war ich mal nicht der Dickste am Strand….

Calli am Strand von Bang Tao

Calli am Strand von Bang Tao

Den Appetit haben mir die traditionellen Rituale auf keinen Fall genommen. Und auch in Phuket fand ich meine Oase des tollen Geschmacks. Es war ein recht einfaches, winziges Fischlokal namens Ka Jok See. Aber eines mit außergewöhnlichem Ambiente. Die Einrichtung im Pariser Stil überzeugte durch viel Liebe zum Detail. Vollends verblüfft aber war ich, als ich schon vor der Vorspeise zum Tanz gebeten wurde, danach meine Frau Sylvia und wir alle schließlich zwischen den Tischen tanzten, dann aßen, dann wieder tanzten und wieder aßen und so weiter. Traditionelle Musik wurde im Verlauf des Abends von den verschiedensten Musikrichtungen abgelöst, bei den Hits aus den 80igern war ich noch gut dabei, als der DJ auf Techno wechselte, bekam ich dann doch Probleme. Aber es blieb die Erinnerung an einen tollen, außergewöhnlichen Abend in einem Restaurant, das ich sicherlich nie vergessen werde.

Die Hotels „Peninsula“ in Bangkok und „Trisara“ verwöhnen dich von der ersten Minute deiner Ankunft bis zum letzten Moment deiner Abreise. Asiatische Höflichkeit und Zurückhaltung, gepaart mit einer bewundernswert unaufdringlichen Perfektion, lassen jedes Touristenherz höher schlagen. Doch was wir in Chiang Mai, unserer vierten und letzten Station, in den Bergen weit nördlich der Hauptstadt erlebten, war schlicht und ergreifend unvergleichlich. Das „Mandarin Oriental Dhara Dhevi“ ist wohl einzigartig. Ob Design oder Service, ob Ambiente oder Kultur – diese Herberge setzt Maßstäbe weltweit. Auf rund 25 Hektar Fläche stehen 144 Villen und Suiten im landestypischen Lanna-Stil mit prächtigen Holzschnitzereien und geschwungenen Dächern. Inmitten von Reisfeldern und rund 10 000 neu gepflanzten Bäumen entstand eine Oase der Ruhe, wo selbst ein Hektiker wie ich ein paar Gänge runterschaltete und wunderbare Erholung fand. So ließ ich meinem ja bereits gut relaxeden Körper die jahrhundertealten Heilmethoden Asiens angedeihen, genoss Ayurveda-Therapien, Thaimassagen und versuchte mich sogar in Yoga. Calmund als Lotus-Blüte – unvorstellbar, aber wahr.

Dass die Restaurants in dieser Hotelanlage sensationell waren, muss ich nicht erwähnen. Und besonders stolz war ich, dass mich der Küchenchef in seine heiligen hallen ließ. Für RTL-Eplosiv kochte ich mitten im Reisfeld meine thailändische Lieblingssuppe Tom Yam Goong. Es klappte, es musste bei diesen Voraussetzungen ja auch klappen. Das thailändische Nationalgericht schmeckte wie immer scharf, aber wunderbar.

Knapp fünf Wochen vergingen wie im Flug. Wir versuchten Thailand und Thailand nahm uns gefangen. Eine unvergessliche Zeit für mich und meine Frau, meistens paradiesische Ruhe, hie und da auch etwas chaotische Hektik, immer aber wunderbare Menschen und eine sensationelle Küche. Eine, die mir half, viele Kilos zu verlieren. Ich muss zugeben: die asiatische Gelassenheit, die Motivationskunst meiner Trainer in den Gyms – all dies ließ es mich leicht fallen, mein Programm durchzuziehen. Diese Motivation zuhause zu finden, ist schwer. Weil dies so ist, weiß ich ganz sicher: Thailand – wir kommen wieder!“